Aktion Artenschutz

Bild Möwe

Taten statt warten

Raubbau


Raubbau hat viele Gesichter. Er beginnt beim Abholzen von Regenwald, um dort Bodenschätze abzubauen oder Energie- und Futterpflanzen anzubauen (als Folge von E10-Sprit bzw. der benötigten Futterpflanzen in der Massentierhaltung)
Raubbau ist in den Weltmeeren zu finden (Überfischung und Schleppnetze), aber auch in Mitteleuropa findet er statt. Naturschätze werden dem Straßen- und Infrastrukturwahn geopfert (wie nun beim Mainzer Sand, nähere Infos unter www.mainzer-sand.de), immer mehr Natur wird planiert und bebaut. Auch in unseren Gärten findet Raubbau statt, in denen mit Chemischen Keulen jeglicher natürlicher Bewuchs unterbunden wird.
Und Raubbau findet auch an jedem Menschen statt. Man nimmt uns ein Stück unserer Identität, einen Teil unseres Lebens, ja unserer Lebenszeit. - Werbestrategen tun dies, wollen sie uns doch erzählen, dass das größte Heil und der Sinn allen Daseins, dauerndes Konsumieren und unendliches Wachstum seien. So kaufen wir z.B. das neueste Handy-Modell und wissen gar nichts vom Blut, das an ihm klebt. Alleine der Abbau der benötigten "Seltenen Erden" kostet armen Menschen die Gesundheit und oft das Leben. Die Natur rund um die Abbauhalden wird vernichtet, Böden und Wasser verseucht. Auch die weitere Produktion fordert menschlichen und ökologischen Tribut.
Aber wir können auch hier selbst etwas ändern, sind zudem die Nachfrage. Und die bestimmt bekanntlich das Angebot...

Zehn Anti-Raubbau-Tipps:
1. Lassen Sie der Natur im Garten mehr Raum, vermeiden Sie Herbizide und Pestizide.
2. Erheben Sie Ihre Stimme gegen Raubbau und Zerstörungen vor Ort!
3. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel (am besten regional und saisonal), keine aus der Massentierhaltung. Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum oder werden Sie Vegetarier.
4. Kaufen Sie Fisch aus nachhaltiger Fischerei (MSC-Siegel)
5. Kaufen Sie FSC-zertifiziertes Holz (nachhaltige Forstwirtschaft)
6. Nutzen Sie Recycling-Papier, bringen Sie einen "Bitte keine Werbung"-Aufkleber auf den Briefkasten auf und vermeiden Sie unnötige Illustrierten / Zeitungen. Vermeiden Sie unnötige Ausdrucke, nutzen Sie unbedruckte Rückseiten als Schmierpapier.
7. Konsumieren Sie bewusst. Fragen Sie sich, was sie wirklich brauchen? Ist tatsächlich ein neues Handy nötig? Macht es Sie wirklich glücklich?
8. Machen Sie sich bewusst, dass jeder Kauf einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt!
9. Nutzen Sie Mehrwegflaschen statt Einwegverpackungen, vermeiden Sie überhaupt Verpackungsmüll wo immer es geht.
10. Lesen Sie hierzu auch die Klimaschutz-Tipps
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