Aktion Artenschutz

Bild Möwe

Taten statt warten

Naturfreunde aufgepasst!

Sie lieben die Natur, blühende Blumen, summende Bienen, rauschende Blätter in den Bäumen, singende Vögel, beobachten gerne Hasen, Rehe und andere Wildtiere in der Natur? Und Sie haben gleichzeitig genug von Artensterben, Umweltzerstörung, Kahlschlag und Müllbergen?
Dann lassen Sie uns unser schönes Bodenheim noch schöner und nachhaltiger gestalten!

Gerne möchte ich hierzu eine Bürgerinitiative gründen, die der Natur eine Stimme und Bodenheim mehr Natur gibt.

Zu oft habe ich mich geärgert über das Fällen von Bäumen während der Vogelbrut und mitten in der Blüte, oder aus niederen Beweggründen (Parkplatz schaffen)
Ich habe über sinnlos gerodete Hecken in den Bodenheimer Weinbergen nur den Kopf schütteln können.
Brutalste Säuberungen von Gräben innerhalb der Gemarkung, nach denen die Umgebung eher an ein Truppenübungsplatzgelände der NATO erinnerte, als an ein Stück lebendige Kulturlandschaft, haben mich einfach nur wütend gemacht...

Vor allem kann ich viele der Argumente nicht mehr hören: Alle Bestimmungen seien eingehalten worden, es würden ja ohnehin Ersatzpflanzungen vorgenommen, der Baum sei krank gewesen,...
Nur so viel hierzu: Eine Ersatzpflanzung - sofern sie überhaupt erfolgt - braucht einen langen Zeitraum, um den großen Baum zu ersetzen, der zuvor gefällt wurde. Waren von diesem Baum nur eintausend Insekten und zehn Vögel abhängig - sei es als Futterquelle oder Brutmöglichkeit - ist dies sicher nicht zu hoch gegriffen. Wenn der Baum nun verschwunden ist und eine 1,50 m hohe Ersatzpflanzung irgendwo in der Gemeinde erfolgt: Wie viele der nun lebensraumlosen Tiere werden sich wohl von dieser kleinen Ersatzpflanzung ernähren können, oder darin nisten? Eulen oder Fledermäuse brauchen zudem hohe Bäume, und fällt „ihr Baum“ der Säge zum Opfer, wird ihnen die kleine Ersatzpflanzung für die nächsten zwanzig Jahre sicherlich nicht ausreichen.

Allgemein kommt mir zum Thema „Ersatzpflanzung“ immer das Beispiel eines großen Miethauses mit achtzig Bewohnern in den Sinn, das von heute auf morgen nicht mehr bewohnbar ist. Was würde wohl die Öffentlichkeit dazu sagen, wenn das zuständige Amt dann auf die Idee käme, drei Zelte vor das Haus zu stellen, in denen jeweils drei Personen Platz fänden? An die Lebensmittelversorgung hätte man auch gedacht: Pro Tag ein Brot, sechs Scheiben Käse und drei Scheiben Wurst! – Mehr nicht...
Ich denke, man würde die Entscheidungsträger zu recht für mehr als realitätsfremd erklären. Was hier absurd klingt, wird durch das Spiel der "Ersatzpflanzungen" gegenüber den Tieren regelmäßig praktiziert. Nur dass hier kein öffentliches Interesse besteht und keiner die Sache thematisiert.

Wir beschweren uns über die Abholzung von Regenwald, über das Ausrotten von Tier- und Pflanzenarten in weiter Ferne. Und gleichzeitig lassen wir zu, dass vor unserer Haustür Lebensräume vernichtet, Tierarten in ihren regionalen Beständen bedroht und die Natur immer weiter zurückgedrängt werden.

Sicher leben wir in einer Gemeinde, die von intensiver Landwirtschaft geprägt, und die auch dem Wachstumsdruck des Rhein-Main-Gebiets unterworfen ist. Trotzdem oder gerade deswegen sollten wir doch darauf achten, dass wir der Natur ihren Raum lassen. Schließlich ist sie auch für uns Lebensraum und stellt einen Anziehungspunkt für den Tourismus dar.
Sicherlich will kein Tourist der Welt in seinem Urlaub von niedergemetzelten Hecken und Sträuchern umgeben sein. Auch ist es für niemanden angenehm, auf seinen Wanderungen durch die schönen Weinberge keine einzige Hecke weit und breit und somit keinen Schatten zu finden. Vogelgesang und summende Bienen wirken sich ebenso positiv auf das Gesamtbild aus.

Daher ist meine Idee für die Zukunft:
Bestehendes Grün wo immer möglich erhalten, neues Grün wo immer möglich schaffen und kleines „Natur-Inseln“ einrichten. Und zugleich Öffentlichkeitsarbeit betreiben, andere Menschen von der Schönheit der Natur zu überzeugen.

Lust darauf, mehr zu erfahren, sich auszutauschen und sich vielleicht in einer Bürgerinitiative aktiv mit einzubringen? – Natürlich je nach Möglichkeit und zeitlichen Freiräumen? Ich freue mich über alle Interessierten.

Schreiben Sie mir einfach eine Mail an to.jaeger(at)aktion-artenschutz.de oder rufen Sie mich an unter 06135 7400047.

Kontakt: to.jaeger@aktion-artenschutz.de - Impressum